Sternschnuppen im August – der Perseidenschauer kommt

sterne-komet-himmel-nachtBesonders im August blicken die Menschen in den Himmel und versuchen, eine Sternschnuppe zu sehen. Dann darf man sich etwas wünschen, lehren die Eltern ihre Kinder. Ob der Wunsch dann in Erfüllung geht?

“Im Sonnensystem finden wir nicht nur die acht Planeten, zahlreiche Kleinplaneten und viele Kometen, sondern auch eine große Menge Staub.”, erklärt Astrophysiker und Buchautor Dr. Erik Wischnewski. Einer der Kleinplaneten wurde sogar nach ihm benannt. Während die Planeten wohl kaum noch zusammenstoßen werden, kann ein Kleinplaneten der Erde durchaus sehr nahe kommen. Einige stürzen auf die Erde und verursachen wie jüngst in Russland große Schäden.
Tagtäglich aber fallen mehr als 100 Tonnen meteoritischen Materials auf die Erde. „Völlig harmlos!“, erläutert Wischnewski weiter. Die Teilchen verglühen in der oberen Atmosphäre in 20–100 km Höhe. Die größeren Meteorite ionisieren dabei die Luft, die bei der Rekombination dann leuchtet. Die kleineren Staubteilchen unter einem Millimeter verdampfen dabei vollständig. Größere Steinchen von einigen Zentimetern können auch explodieren und nur zum Teil verdampfen. Dann kommen schon mal kleine Krümel, so groß wie Stecknadelköpfe auf die Erde. Solche hellen Sternschnuppen nennt man Feuerkugeln oder Bolide.
Wir wollten von Dr. Wischnewski wissen, was eigentlich der Unterschied zwischen einem Meteor und einem Meteorit ist. Seine Antwort: “Der Himmelskörper im Weltraum heißt Meteoroid (noch wieder etwas anderes), die sichtbare Lichterscheinung heißt Meteor und das Teilchen, das eventuell auf dem Erdboden ankommt und gefunden wird, heißt dann Meteorit.” Der Astrophysiker ergänzt: “Das ist eigentlich ganz einfach: Die Kleinplaneten über 1 km heißen auch Planetoid, die kleineren Brocken heißen Meteoroid (man beachte die Endung -oid). Minerale enden oft auf -it wie z. B. Goethit oder Granit. So auch das Teil aus dem Weltall, der Meteorit.”
Zu bestimmten Zeiten im Jahr durchquert die Erde eine Kometenbahn. Kometen kommen während ihres Umlaufes einmal der Sonne sehr nahe und verlieren dabei sehr viel Staub und Gas und können dabei auch explodieren. Diese Staubteilchen bewegen sich nur sehr langsam vom Kometen weg, die Trägheit sorgt dafür, dass sie sich noch lange in der Nähe aufhalten. Es bildet sich also zunächst eine dichte Staubwolke, die im Laufe von Jahrhunderten immer dünner wird, während sich die Teilchen längs der gesamten Kometenbahn verteilen.
Wenn nun die Erde durch eine solche Wolke fliegt, hageln besonders viele Sternschnuppen auf die Erde. Sie scheinen dabei alle aus einer Richtung zu kommen. Deshalb haben diese Sternschnuppenschwärme auch immer einen Namen nach dem Sternbild, aus dem sie zu kommen scheinen. Im August kommen sie aus dem Sternbild Perseus, dem Nachbarsternbild der Cassiopeia, besser bekannt als das Himmels-W.
Im August steht der Perseus in den späten Abendstunden im Osten. Dort stürzen die Staubteile des Kometen Swift-Tuttle, die dieser bei früheren Annäherungen an die Sonne verloren hat, mit über 200 000 km pro Stunde auf die Erde. Dann lassen sich mit Beginn der Dunkelheit bis zum frühen Morgen zahlreiche Sternschnuppen beobachten. Je nach Sichtverhältnissen und bei gut an die Dunkelheit angepassten Augen (mindestens 10 Minuten ohne Beleuchtung) haben die Menschen dann ein bis zwei Wünsche pro Minute offen.
Fotofreunde können einen Versuch wagen: Schrauben Sie Ihre Kamera auf ein Stativ, stellen Sie ISO 800 oder 1600 ein und wählen Sie als Belichtungszeit 30 Sekunden. Verwenden Sie ein Weitwinkelobjektiv, richten Sie es in Richtung Perseus aus und machen 10 bis 20 Bilder nacheinander. Mit etwas Glück haben Sie sich dann einen Wunsch verewigt.
Quelle: openPR

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 2.08.2014
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Kategorien: Freizeit, Buntes

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