Die Katastrophe hat Japan verändert

Wer das lebendige nie zur Ruhe kommende Tokyo kennt, wird dieser Tage meinen in einer anderen Stadt zu sein. Die ganze Stadt erscheint seltsam verwandelt. Der quirlige Bahnhof von Tokyo, ja selbst der weltgrößte Umsteige-Bahnhof von Shinjuku mit sonst täglich 3 Millionen Pendlern erscheinen irgendwie leblos, fast wie ausgestorben.

Die Straßen meist leer, Ausländer sind so gut wie keine zu sehen. Viele Rolltreppen sind abgeschaltet um Strom zu sparen, Züge fahren nicht, ganze Streckenabschnitte und Stadteile sind zeitweise ohne Strom. Die Tokyoter Metro fährt nur noch eingeschränkt, bestimmte Lebensmittel sind einfach nicht mehr zu haben.

Besonders der Anblick leerer Regale in den Supermärkten und sich zu Fuß durch die Straßen quälen müssender älterer Menschen scheint die ohnehin gedrückte Stimmung in Tokyo noch zu verstärken.

Selbst in dem sonst nie zur Ruhe kommenden Stadtteil Shinjuku schließen viele Geschäfte und Restaurants früher oder öffnen teils auch gar nicht um dem gefürchteten Blackout bzw. der zwangsweisen Stromabschaltung vorzubeugen. Die sonst überall grell leuchtenden Reklametafeln sind ausgeschaltet; Schaufensterauslagen sind in Dunkel gehüllt.


Kreuzung direkt vor dem verkehrsreichsten Bahnhof der Welt. Den Bahnhof Shinjuku nutzen sonst täglich rund 3 Millionen Fahrgäste.

Die Japaner rücken in der Not zusammen. Überall im Land finden sich Gruppen, die Geld für die Opfer des verheerenden Erdbebens und Tsunamis im Norden Japans sammeln. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft der Japaner untereinander ist bemerkenswert. An den Kassen in den Supermärkten wird das Wechselgeld häufig nicht einfach eingesteckt sondern statt dessen gespendet. Vor Bahnhöfen und an öffentlichen Plätzen stehen Schüler und Studenten oder Senioren, die tagaus tagein Hilfsgelder sammeln.

Noch immer beherrscht nur ein Thema die japanischen Medien: Die Naturkatastrohpe im Nordosten des Landes. Eben weil dort teilweise die gesamte Infrastrukur zusammengebrochen ist, gestaltet es sich so extrem schwierig Hilfe zu leisten. Gerade deshalb ist Hilfe für die am schlimmsten getroffenen Regionen nach wie vor bitter nötig.

Zu allem Unglück kommt die Atomkatastrophe in Fukushima hinzu. Ein Nicht unerheblicher Teil des Obstes und Gemüses in Japan kommt gerade aus eben jener Region und ist nun natürlich nicht mehr genießbar. Damit ist aber zugleich auch die Existenz zahlloser Menschen bedroht, denn dies bedeutet auch den Ausfall der gesamten Ernte dieses Jahres.

Mittlerweile bereitet nicht nur die Strom- sondern auch die Wasserversorgung zunehmend Schwierigkeiten. In einigen Teilen Tokyos ist diese vorübergehend zusammengebrochen. Zwar sind die Japaner zuversichtlich, auch diese Probleme lösen zu können, jedoch ist eine kurzfristige Lösung der Probleme in den Unglücksregionen noch nicht in Sicht. Dort bereitet kurz nach dem Beben und dem Tsunami zu allem Überfluss auch das Wetter nicht unerhebliche Probleme, denn die Temperaturen lagen teils deutlich unter Null und ausgerechnet in den am schwersten getroffenen Regionen waren starke Schneefälle an der Tagesordnung.

In den Notunterkünften ist es teils so eng, dass von Privatsphäre keine Rede mehr sein kann. Schulter an Schulter drängen sich die Menschen in den wenigen nach der Katastrophe intakt gebliebenen Räumen zusammen.

Die wenigen funtionierenden Krankenhäuser sind hoffnungslos überbelegt. Selbst auf den Gängen und sogar vor den Eingängen zu den Krankenhäusern werden die Menschen behandelt. Schon am frühen Morgen bilden sich lange Schlangen vor den Krankenhäusern, da diese oftmals die einzig verbliebene mögliche Bezugsquelle für dringend benötigte Medikamente sind.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch keine rasche Besserung der Situation in den am schlimmsten getroffenen Regionen in Sicht.

Ich möchte daher noch einmal meine dringende Bitte an alle richten: Bitte zeigen Sie Herz und helfen Sie den betroffenen Menschen in Japan mit Ihrer großzügigen Spende! Geldspenden kommen nicht nur am schnellsten an, sondern sind zudem auch direkt dort einsetzbar, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird. Sei es bei der Schaffung neuer Unterkünfte, der medizinischen Versorgung der Bevölkerung oder der Verteilung warmer Kleidung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass Sachspenden die Hilfskräfte vor Ort mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontieren und damit im Grunde neue Probleme bei der Verteilung schaffen. Dazu kommt, dass Sachspenden verhältnismäßig viel Zeit benötigen, bis Sie endlich bei den Betroffenen ankommen. Die Hilfskräfte vor Ort entscheiden äußerst verantwortungsbewusst über die Verteilung der Hilfen. Sie können daher sicher sein, dass Ihre großherzige Spende wohlüberlegt eingesetzt und den Menschen helfen wird.

Iwao Okami
Exklusiv-Bericht eines Budoten-Mitarbeiters, der sich persönlich einen Überblick zur Lage in Japan verschafft hat um über den zweckmäßigen Einsatz der von Budoten bereit gestellten Mittel zu entscheiden.

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 25.04.2011
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