Stalking und Spaß-Bestellungen

Wut oder gar Hass aufgrund einer vermeintlichen oder tatsächlichen Schlechtbehandlung, ist nachvollziehbar. Ich denke, jeder von uns hat schon einmal mit solchen Situationen und Gefühlen zu kämpfen gehabt. Dennoch ist dann eine Grenze überschritten, wenn sich diese Gefühle in Rache-Taten äußern.

Claas Otto, ein Arzt in Frankfurt/Main, wurde kürzlich Opfer eines Stalkers. Anscheinend war ein Patient mit einer Termin-Vorgabe unzufrieden. Er begann die Praxis des Arztes auf zahlreichen Bewertungs-Portalen schlecht zu machen.

Doch dies genügte ihm anscheinend noch nicht. Er begann bei zahllosen Versandhändlern (darunter auch Budoten) sehr umfangreiche und teure Bestellungen im Namen des Arztes aufzugeben. Der Arzt sah sich in der Folge mit unzähligen Lieferungen und damit verbunden der Rückabwicklung der vermeintlichen Bestellungen konfrontiert.

Abgesehen davon, dass dies für den Arzt mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden und ihm dadurch weniger Zeit für seine Patienten bleibt, für Leute, die seiner Hilfe wirklich bedürfen, entstehen durch solche „Spaß-Bestellungen“ auch echte wirtschaftliche Schäden.

Allein in unserem Fall (es handelte sich um Sperrgut-Pakete) sind durch diese „Spaß-Bestellungen“ rund 100 EUR an Versandkosten angefallen. Da offenbar dutzende Versandhändler in diesem Fall mit ähnlichen „Bestellungen“ überschüttet wurden, um den Arzt zu schädigen, ist wohl davon auszugehen, dass durch dieses Verhalten ein Schaden von mehreren tausend Euro entstanden ist.

Um ehrlich zu sein, habe ich persönlich für solche „Späße“ absolut kein Verständnis. Ich bin sicher, dass die bereits eingeschaltete Kriminalpolizei den Täter ermitteln und seiner Strafe zuführen wird. In der Folge wird der Täter zudem auch für die verursachten Schäden bei den zahllosen Versandhändlern aufkommen müssen.

Ob ein solches Verhalten tatsächlich akzeptabel ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke jedoch: Nein.

Schlechte Erfahrungen oder Enttäuschungen gehören zum Leben dazu und jeder muss lernen, damit fertig zu werden. Diese aber zum Anlass zu nehmen, andere ideell, materiell oder gar körperlich zu schädigen, gehört aus dem Verkehr gezogen, denn ein solches Verhalten ist gemeingefährlich – noch dazu dann, wenn auch noch unbeteiligte Dritte hineingezogen und gleichfalls geschädigt werden.

Was meint Ihr?

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 3.09.2021
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