Schlägerei: Welche Kampfsportart eignet sich für mich?

schlaeger-boxen-boxer (6)Hey, ich bin 17 und hatte vor ein paar Monaten ein paar kleinere Probleme auf der Straße. Damals war ich noch eisiger Anfänger in Sachen Schlägerei usw. So wie jetzt immernoch 🙂 Nach ein paar etwas härteren Auseinandersetzungen ging ich ins Fitnesstudio, um wenigstens etwas an Muskelmasse aufzubauen. Mich hat schon immer Kampfsport intressiert. Ich will einen Sport bei denen man seinen Aggressionen freien lauf lassen kann (Jedenfalls im Training). Ich dachte an Kickboxen oder MMA , wobei letzteres mir zuviel gekuschel am boden ist. Ich bin Koch im zweitem Lehrjahr und habe somit sehr wenig Zeit für Training bzw. dann spätere Tuniere usw.
Wenn Du glaubst, dass Kampfsport die richige Sportart für Leute sei, die ihren Aggressionen freien Lauf lassen wollen, liegst Du mächtig daneben. Zwar kann man sich im Kampfsport wunderbar abreagieren, aber bei der Arbeit mit dem Partner ist Kontrolle von oberster Wichtigkeit. Hier geht es um die Kontrolle von Emotionen und der Technik.
Wer seine Emotionen nicht unter Kontrolle halten kann, wird in einem Kampf immer in sein Verderben laufen, denn gerade im Fall einer Auseinandersetzung ist es wichtig, klar und überlegt, frei von Emotionen zu entscheiden und zu handeln. Daher ist im Kampfsport kein Platz für das Ausleben von Aggressionen.
Außerdem: Im Kampfsport kannst Du nur besser werden, wenn Du die Effektivität Deiner Technik im sportlichen Wettstreit mit anderen Kampfsportlern auf die Probe stellst. Wer glaubst Du, wird noch mit Dir trainieren wollen, wenn Du Deinen Aggressionen freien Lauf lässt?
Ich darf Dir versichern, dass MMA mit Sicherheit nichts mit Gekuschel am Boden zu tun hat. Mit MMA kann der Kämpfer im Gegensatz zu Kickboxen alle Distanzen abdecken und er lernt sich auch am Boden zu wehren, wenn ein Kickboxer sich bereits jenseits seiner Möglichkeiten befindet. Auf keinen Fall solltest Du eine Kampfsportart nach Äußerlichkeiten beurteilen. Probiere Sie aus und bilde Dir ein Urteil aus der Praxis heraus.
Abschließend noch ein Hinweis: Wenn Du Probleme auf der Straße hattest, Schlägereien und so … dann musst Du zu allererst lernen, dass Du auch wenn Du es kannst nicht ohne weiteres zuschlagen darfst. Ein Kampfsportler zeichnet sich durch Selbstherrschung aus und nicht dadurch, dass er sein Können sofort auf der Straße ausprobiert. Außerdem wirst Du aus den meisten Schulen oder Vereinen sofort rausfliegen, wenn Du Dich auf Schlägereien einlässt.
Überdenke bitte zunächst Deine Haltung und Deine Absichten, bevor Du es mit Kampfsport versuchst.

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 10.07.2014
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Kommentare

kämpfen macht msn mit faust und fuss. tae keon do halte ich für deinen körpertyp und trainingszeitrahmen für geeignet. da lernst du auch disziplin was deine rachegefühle angeht. bu shi do

„tae keon do halte ich…“
Ach ja? Im Strassenkampf?
Fürs Training und zum Hormon- und Stressabbau im Dojo vllt.
Ansonsten wohl eher Krav Maga / WT

Unabhängig von persönlichen Vorlieben für die eine oder andere Art Kampfsport, Kampfkunst und SV, geht es hier wohl eher um eine konkrete Lage: Jemand bekommt Stress auf der Straße. (Und ich gehe wohlwollend davon aus, dass Du nicht derjenige bist der anfängt)
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man keine Lust hat sich auf langjährige Kampfsporterfahrungen zu konzentrieren, wenn man täglich auf die Schnauze bekommt. Ich hatte diese Situation mit 9 Jahren und durfte beinahe täglich „Taschengeld an Interessenten abgeben“. Heute (mit 37 und einer ordentlichen Anzahl an Straßenkämpfen später) kann ich sagen…ich hätte mal lieber in gute Laufschuhe investiert!
So…nun konkret: Suche Dir ein Krav Maga Training, oder eine andere Art von Selbstverteidigungsunterricht. Es kommt immer auf den Trainer an. Ich kenne auch Karate- und Jiu Jitsu-unterricht, in denen man mehr für die Straße trainiert, als im ATK.
Nutze so viele Angebote wie Du kannst, um so schnell wie möglich BASICS zu erlernen. Zu mehr wird es am Anfang nicht reichen, da mach Dir nichts vor! Aber ein sauber ausgeführter Low Kick ist besser als ein technisch Wertloser.
Und ansonsten: Renne was die Beine hergeben! Mit 17 ist das irgendwie uncool, ich weiß. Aber wenn Du erwachsen bist, fragt Dich kein Mensch ob Du in Deiner Jugendzeit ein cooler Typ warst, welcher sich vor keiner Auseinandersetzung gedrückt hat.
Jedoch…WENN Du kämpfen musst…dann kämpfe so hart und brutal wie Du nur kannst. Wir sprechen hier nicht von fairen Fights, den Regeln im Kampf, oder der „Zeugenberuhigungshaltung“. Wir sprechen vom Straßenkampf. Der Vorteil ist, die meisten Straßenkämpfer können es genauso wenig wie Du. Aber darauf sollte man sich nicht immer verlassen.
Trainiere, kämpfe und renne weg wann immer es möglich ist.
Viel Erfolg!

Ja, das stimmt Weglaufen ist die beste alternative, das erinnert mich daran wieoft ich auf dem Schulhof erpresst wurde und das waren Mädchen die meinen Schmuck haben wollten. Den ich ihnen auch gab damit ich meine Ruhe hatte.Heute weiß ich es wäre klüger gewesen durchzgreifen und ihnen sprichwörtlich die Augen auszukratzen :)) .
Die Zeiten ändern sich und die Methoden womit jemand unterdrückt wird werden härter. Früher wars Schmuck oder „taschengeld“ heute sind es andere Dinge.
Traurig jedoch der Spiegel unserer Gesellschaft .

Die Vorredner haben sich gut und zum Teil sehr ausführlich geäußert. Da gibt es nichts zu kommentieren, ich will hier nur meine eigne Sichtweise darlegen. Zunächst: Aggressionen abbauen ausleben kann man in nahezu jedem Kampfsport/jeder Kampfkunst. Ich weise aber auch darauf hin, in einer Schule/einem Dojo/Dojang/Kwoon trainiert man miteinander, nicht gegeneinander. Achtung vor der Gesundheit der Anderen ist, auch bei Vollkontakt mit Schutzausrüstung, oberstes Gebot. Welchen Stil du betreiben möchtest, dass musst du selbst herausfinden. Probiere verschiedene Schulen/Clubs/Vereine aus. Finde den Stil der deinen Neigungen entspricht. Sehr auf Selbstverteidigung bedacht sind Stile wie Wing Tsun/Wing Chun etc., Krav Maga und Anti-Terror-Kampf. Sehr anwendbar, obwohl im Sport wettkampforientiert sind Stile wie MMA, Muay Thai/Thaiboxen, Kyokushinkai Karate und auch reines Boxen und Kickboxen. Hier wird auf vollen Kontakt gekämpft. Im MMA in wirklich allen Distanzen, Muay Thai beinhaltet auch die wichtigsten Techniken für reales Kämpfen. Boxen und Kickboxen haben die größten Einschränkungen durch Wettkampfregeln, keine Ellenbogentechniken, keine Kniestöße, kein Grappling, aber eben doch Vollkontakt und es gibt eine solide Grundlage für echtes Kämpfen. Krav Maga und Wing Tsun/Wing Chun interessieren sich für reale echte Selbstverteidigung gegen jedermann, frei von irgendwelchen versportlichten Regeln. Sparring wird oft mir Schutzausrüstung ähnlich wie im Boxen und Kickboxen praktiziert. Aber auch Stile mit Wettkampfregeln wie verschiedene Karatearten, dass alte klassische Taekwon-Do, das olympische Taekwondo können oft sehr hilfreich für Selbstverteidigung sein. Dort habe ich Schulen erlebt die kaum Turniere anstrebten, reale Anwendungen im Kampf auf der Straße aber deutlich intensiver betrieben. Finde deinen Stil, probiere aus was geht. Wenn dein Stil dir saubere Kampfkunst vermittelt ist der wichtigste Schritt getan. Du kannst neben deinem Stil Lehrgänge für Selbstverteidigung und reale Anwendung besuchen. Da ist die Palette breit gefächert. Man kann viel von Stilen lernen, die konträr zum eigenen Stil sind. Trainiere, mach viel Sparring, mach Krafttraining und geh Laufen. Und jetzt zur Problematik auf der Straße, mit unangenehmen Leuten die dir ständig das Leben schwer machen. Es ist schwierig wenn man erst trainiert weil man „Ärger“ hat. Es dauert bis man stark genug gegen „Klopper“ ist. Und vergiss nicht: Der beste Kampf ist der, der nicht gekämpft wird. Stark und souverän zu sein kann manchen Rüpel entmutigen und eine Bedrohung löst sich in Nichts auf. Aber das ist ein weiter Weg. Wenn du dich wehren musst, dann tu das mit allem Nachdruck. Und denk dran, jegliches Tun von deiner Seite kann strafrechtliche Konsequenzen haben. Generell ist mein Credo in der Selbstverteidigung: „So heile wie möglich rein in den Kampf und so heile wie möglich raus. Auch wenn es rechtliche Konsequenzen hat!“ Es hilft mir nichts wenn das Recht auf meiner Seite ist, ich gesundheitlich schwer angeschlagen im Krankenhaus liege. Ist mein „Täter“ ein Sozialfall, hilft mir eine richterliche Anordnung von Schmerzensgeld gar nichts, ich werde es nie im Leben bekommen. Mein Leiden wird durch Geld auch wenig gemildert, wenn etwas dauerhaft beschädigt ist gar nicht! Nicht falsch verstehen, ich will hier keine Gewalttätigkeiten propagieren. Ich will das man heile aus bedrohlichen Situationen heraus kommt. Das Training von Kampfkunst/Kampfsport einen befähigt so unangenehm und ungenießbar wie möglich für einen Aggressoren macht. Notwehrparagraphen und Verhältnismäßigkeit bei der Anwendung unmittelbaren Zwanges sind mein täglich Brot aufgrund meines Berufes. Kampfkunst/Kampfsport betreibe ich jetzt seit 43 Jahren. Was ich hier über die Kampfsportarten geschrieben habe ist nur ein grober Umriss. Es gibt wesentlich mehr Systeme und Möglichkeiten. Und ich stimme Doreen zu: „Oft ist Weglaufen die beste Alternative.Manchmal ist es klüger durchzugreifen!“ Wann? In welcher Situation? Das ist immer eine Entscheidung des Einzelfalles. Du stehst immer selbst in der Situation und musst deinen Weg finden die Sache zu lösen und heile da raus zu kommen. Ich habe keine universelle Lösung anzubieten, nur meine Sichtweise aufgrund meiner Erfahrungen.

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