Was ist Ostern? Woher kommen die Eier?

Ostern ist das älteste und wichtigste christliche Fest. Es erinnert an die Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Es wird immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.

Heute wird Ostern von vielen nur als ein Frühlingsfest angesehen. Trotzdem haben sich viele schöne alte Bräuche bis in unsere Tage erhalten.

Hierzu zählen die traditionellen Osterfeuer in der Nacht von Ostersamstag zu Ostersonntag, das Färben von Eier, das Backen von Osterbrot und nicht zuletzt auch das Osterreiten.

Zu Ostern werden im Gegensatz zu Weihnachten nach altem Brauch vor allem Süßigkeiten und bunte Ostereier verschenkt. Nach der Karnevalszeit, die mit dem Aschermittwoch endete, wurde früher strengstens auf die Einhaltung einer 40-tägigen Fasten- und Bußzeit geachtet, die am Ostersonntag vorüber war. Während dieser Zeit war es den Christen verboten, Fleisch zu genießen und sie mussten auch sonst Enthaltsamkeit zu üben. Daher wurden dann zu Ostern vorrangig Süßsigkeiten und Eier verschenkt, die während dieser Zeit nicht genossen werden durften.

Eier wurden als flüssiges Fleisch angesehen und durften daher in der Fastenzeit nicht gegessen werden. Die Eier, die in dieser Zeit von den Hühnern gelegt wurden, wurden rot gefärbt, um sie von den übrigen Eiern zu unterscheiden, da diese überwiegend als Steuerabgaben erhoben wurden. Rot ist die Farbe des Blutes und des Lebens. Die rote Farbe der Eier symbolisierte die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu Christi. Später wurden auch andere Farben verwendet, um die Eier zu färben und ihnen ein schöneres Aussehen zu geben.

Ostern ist daher seit alters her auch ein Tag, ab dem wieder ausgelassen gefeiert werden durfte und die Enthaltsamkeit ein Ende hatte. Deshalb gibt es an diesem Tag nach alter Tradition auch ein großes Festessen.

Symbole für Ostern sind die Osterhasen, Glückskäfer und die bunten Eier.

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 19.03.2008
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Kommentare

soweit die christliche (Um-)Deutung. Vorher war es das Fest
der Fruchtbarbeitsgöttin Ostera, dass nach dem ersten Frühjahrs-
vollmond — nach der Tagundnachtgleiche — begangen wurde.
Die Fruchtbarkeits-Symbole von Ostera waren das Ei und der
Hase. Also auch nach der christlichen Neudefinition stecken
noch „Ostern“, das „Osterei“ und der „Osterhase“ in diesem
Brauch drin.

Die meissten christlichen Feiertagstermine sind erst zwischen dem
5. und 8. Jahrhundert durch Umdefinition „heidnischer“ Termine
entstanden. Vorher war kein Termin für die Geburt Christi
bekannt und von der Kreuzigung nur, dass ein Freitag war (aber
nicht welcher).

Aber egal, was es zu feiern gibt, Hauptsache es gibt etwas zu
feiern 😉

Nun ja, ganz so unkommentiert möchte ich das nicht stehenlassen, da die Pauschalität einiger Aussagen nicht ganz korrekt ist.

Ostern wurde von Anbeginn an gefeiert. Im Grunde ist jeder Sonntags-Gottesdienst ein kleines „Ostern“.

Der exakte – datumsmäßig bestimmte – Tag für Tod und Auferstehung Jesu Christi ist tatsächlich nicht bekannt, wohl aber, dass das jüdische Paschafest – und um dieses herum ordnen sich die historischen Osterereignisse ein – nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert wurde. Deshalb ist Ostern auch ein bewegliches Fest und wird jedes Jahr nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert.

Weihnachten wird erst seit dem 3. Jahrhundert gefeiert. Weihnachten ersetzt anders als Ostern tatsächlich die heidnischen Sonnenwendfeste.

Dass sich in verschiedenen Osterbräuchen auch heidnische Traditionen wiederfinden ist letztlich nicht verwunderlich. In Bezug auf das Osterei ist jedoch zu berücksichtigen, Eier als flüssiges Fleisch angesehen waren und daher während der Fastenzeit, also der 40 Tage vor Ostern, nicht gegessen werden durften. Dies führte dann dazu, dass letztlich nicht nur sehr viele Eier vorhanden waren, sondern sich die Menschen dann auch sehr darauf freuten, endlich wieder Eier essen zu dürfen. Die Eier dann in Osterbräuche zu integrieren, war damit nur die logische Folge.

Ich möchte mich auf keinen Glaubensstreit einlassen, denn ich
halte es eher, wie der Alte Fritz und jeder kann nach seiner
Facon seelig werden.

Feststellen möchte ich allerdings, dass in vielen Religionen, so
auch bei Germanen und Kelten der erste Vollmond nach der
Tagundnachtgleiche (Frühlingsanfang) zu den wichtigsten
Frühlings- und Fruchtbarkeitsfesten gehört hat und das Ei
eben ein ganz wichtiges Fruchtbarkeitssymbol gewesen ist.
Auch die Wiederauferstehung findet man zu diesem Zeitpunkt
auch in anderen Religionen.

Ich möchte jetzt auch nicht alle Termine aufzählen, die
erstaunlicherweise mit anderen Deutungen zusammen fallen.
Wer sich dafür interessiert wird schnell im Internet fündig und
man kann ganze Buchreihen damit füllen, gerade dies ist mir
— trotz protestantischer Erziehung — recht sauer aufgestoßen,
weil ich mich dadurch auch irgendwie vereimert vorgekommen
bin.

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