Sommer, Sonne, Hautkrebs? Das Hautscreening gehört jetzt zum gesetzlichen Leistungskatalog der Krankenkassen

Ohne Sonne kein Leben – wir sind von unserem Zentralgestirn abhängig. Doch zu viel Strahlung ist schädlich. Denn beim Sonnenbaden werden Immunsystem und Haut bereits geschädigt, wenn eine leichte Rötung auftritt. Die extreme Zunahme von Hautkrebserkrankungen ist dafür ein Beweis. Ein Sonnenbrand im Kindesalter vervielfacht das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken.
Unsere Haut ist nachtragend

Unser größtes Organ vergisst keinen Sonnenbrand und erinnert sich an jede Sonnenstunde. So ist nicht nur eine kurze, heftige Belastung mit UV-Strahlen schädlich, sondern auch eine zu hohe Gesamtdosis an Sonnenstunden. Doch insbesondere Sonnenbäder sind die Hautkrebsverursacher Nummer eins! Sie führen von Sonnenbrand über quälende Sonnenallergien und faltiger Haut bis hin zu irreparablen Langzeitschäden. Zu viele Sonnenstrahlen lassen uns nicht nur alt aussehen: Es steigt auch die Gefahr, am schwarzen Hautkrebs, dem Malignen Melanom, zu erkranken.

Hautkrebs ist oft aggressiv und tödlich

Nicht-schwarzer Hautkrebs kann erfolgreich behandelt werden. Doch das Maligne Melanom weist nur im Frühstadium gute Heilungschancen auf. Verantwortlich für die Entstehung der aggressiven Melanome ist vor allem der Wechsel zwischen viel Sonne im Sommer und wenig im Winter. Das Durchschnittsalter von Patienten mit schwarzem Hautkrebs liegt bei 55 Jahren. Untersuchungen jedoch haben gezeigt, dass die Patienten immer jünger werden. So hat sich die Zahl der Erkrankungen in den letzten 30 Jahren verfünffacht.
Schutz für Kinder kinderleicht

„Wenn wir bei Kindern nicht aufpassen, kommt es durch UV-Strahlen früh zu DNA-Schäden. Etwa 40 Jahre später kann daraus Krebs entstehen“, erklärt Eckhard Breitbart vom Dermatologischen Zentrum Buxtehude. Doch empfindliche Kinderhaut lässt sich mit der richtigen Kleidung abschirmen. Dunkle Baumwollkleidung, eine Kopfbedeckung die Gesicht und Nacken schützt sowie eine Sonnenbrille mit UV-Filter sind unbedingt zu empfehlen. Das Spielen im Freien sollte im Schatten erfolgen und am Mittag ganz vermieden werden. Cremen Sie sich und Ihre Kleinen häufig ein. Wählen Sie eine wasserfeste Lotion mit hohem Lichtschutzfaktor. Achtung: Sonnenschutzmittel helfen zwar gegen Sonnenbrand, aber nicht gegen Hautkrebs.

Auf Nummer Sicher gehen mit Hautscreening

Beobachten Sie auffällige Muttermale und haben Sie keine Scheu, bei Auffälligkeiten einen Hautarzt aufzusuchen. Bei der Vorsorgeuntersuchung, dem so genannten Hautscreening, wird die Haut mit Hilfe einer Lichtlupe von Kopf bis Fuß untersucht. Im Verdachtsfall wird eine Gewebeprobe entnommen. Der Aufwand lohnt sich: Je früher Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Behandlungserfolge.

Seit dem 1.7.2008 zählt das Hautscreenig zum Leistungskatalog gesetzlicher Krankenkassen. Jetzt haben alle gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf diese Hautuntersuchung.

Das Hautscreening wird von Internisten, Hausärzten, Allgemeinmedizinern und Hautärzten vorgenommen, die sich zu diesem Thema weiter gebildet haben. Kann Ihr Hausarzt keine Hautuntersuchung durchführen, wird er Sie entsprechend weiter überweisen. Da es sich um eine Vorsorgeuntersuchung handelt, fällt keine Praxisgebühr an.

Quelle: openPR

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 31.08.2008
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