Karate – eine gute Körperertüchtigung und effektive Selbstverteidigung

Ich würde gerne mit Karate als quasi sportliche Betätigung anfangen. Karate soll ziemlich anstrengend und effektiv in der Verteidgung sein. Die meisten Vereine bieten nur 1-2 mal Training in der Woche an. Und das gerade mal für ein bis anderthalb Stunden… In so kurzer Zeit kann man doch nichts lernen. Bis zur nächsten Stunde ist doch schon alles wieder vergessen. Ich glaube, um effektiv damit kämpfen zu können, muss man doch jeden Tag üben oder? Oder kann man auch zuhause üben? Und Was kostet mich das ganze so im Monat?

Ich kann Karate nur empfehlen. Fangen wir mit dem einfachen an: Die Mitgliedsbeiträge sind je nach Verein / Schule sehr unterschiedlich. Von 5 Euro bis … 60 Euro habe ich alles schon gesehen. Doch ich glaube, man sollte persönlich nicht vordergründig auf das Geld schauen, sondern auf das, was man lernt und wie es vermittelt wird. Teuer heißt nicht unbedingt gut und preiswert ist manchmal eben auch billig.

Sieh Dich nach Vereinen / Schulen in Deiner Umgebung um und frage nach einem kostenlosen Probetraining. Normalerweise gibt es ein solches überall. Sollte es kein kostenloses Probetraining geben, dann kann man in der Regel doch zumindest einmal beim Training zuschauen. Wenn es Dir gefällt – bleibe dabei. Wenn nicht, schaue Dich nach einer anderen Gruppe um. Das Training muss Spaß machen und man muss sich in der Gruppe wohlfühlen. Das ist das Wichtigste.

Karate selbst bietet eine hervorragende Konditionierung. Vor Jahren gab es in den USA wissenschaftliche Untersuchungen zu verschiedensten Sportarten hinsichtlich ihres Einflusses in Bezug auf die allgemeine Leistungsfähigkeit. Karate war die Nummer 2 – gleich nach Basketball. Allerdings muss erwähnt werden: Basketball wird fast ausschließlich von jungen Leuten betrieben. Karate kann man bis ins hohe Alter hinein betreiben.

Karate entwickelt Kondition (Ausdauer), Kraft, Schnelligkeit und auch die Flexibilität (Beweglichkeit). Diese vier Faktoren bestimmen die physische Leistungsfähigkeit und damit die Gesundheit des Menschen entscheidend.

Da im Karate alle Gliedmaßen, die linke und die rechte Körperseite gleichermaßen trainiert werden, gibt es keine einseitigen Trainingsbelastungen, wie sie bei vielen anderen Sportarten häufig anzutreffen sind.

Ich persönlich bin davon überzeugt, dass Karate effektive Möglichkeiten der Selbstverteidigung bietet. Karate aber allein aus dieser Motivation heraus zu betreiben wird schnell zur Enttäuschung führen. Bis man sich mit Karate effektiv verteidigen kann, vergeht viel Zeit. Wenn es nur um die reine Selbstverteidigung geht, dann sollte man sich andere Mittel und Wege suchen…

Es ist richtig, dass viele Vereine nur 1-2 Mal Training pro Woche anbieten. Häufiger als 3 mal pro Woche sollte man aus medizinischer Sicht auch nicht intensiv Karate betreiben. Karate (besonders im fortgeschrittenen Bereich) ist sehr anspruchsvoll und der Körper braucht auch Zeit zur Regenerierung sonst kehrt sich das Training ins Gegenteil um und der Körper baut nicht auf, sondern ab, weil ein Übertraining an der Substanz zehrt.

Für Neueinsteiger halte ich persönlich 2 mal Training pro Woche für völlig ausreichend. Viele Bewegungen müssen zunächst gelernt, eingeübt und dann perfektioniert werden. Es geht im Karate immer darum die Kraft des gesamten Körpers in einem kleinen Punkt (dem auftreffenden Teil – z.B. die Faust, der Fuß, der Arm) zu konzentrieren. Hierzu bedarf es viel Übung. Für jede Technik wird immer der ganze Körper eingesetzt und das muss man zunächst lernen. Dem richtigen Einsatz der Hüfte kommt hier große Bedeutung bei.

Man wird also in den kurzen Trainingseinheiten die Grundbewegung gezeigt bekommen. Natürlich reicht die Zeit dort nicht aus, um diese Bewegung im Vereinstraining zu perfektionieren. Hierzu kann und sollte man selbstverständlich auch zu hause üben. Jeden Tag ein bisschen und man wird jeden Tag ein bisschen besser. Viele Bewegungen kann man ohnehin nicht sofort verstehen und nachvollziehen. Häufig muss man auch mal drüber schlafen und dann geht es auf einmal. Die Koordination der Bewegungen kann manchmal sehr kompliziert sein.

Bis man effektiv kämpfen kann, vergeht allerdings einiges an Zeit. Karate ist sehr komplex und es wird viel Wert auf die korrekte Technik-Ausführung gelegt. Wenn wir an unsere Schulzeit zurückdenken wird, erinnern wir uns sicherlich auch noch alle an die Schönschreibübungen in der Grundschule … Ähnlich auch das Karate. Man sagt immer „Weniger ist mehr“ und gerade deshalb wird großer Wert auf Perfektion gelegt. Das Ziel einer guten Karatetechnik war es immer, den Kampf mit einem Schlag zu entscheiden. Nicht mit dem x-ten Treffer. Das ist der Grund für langes und unablässiges „Feilen“ an einer Technik.

Zunächst wird man im Karate einfache Grundbewegungen erlernen. Stellungen, Fauststöße, Abwehrtechniken, Schläge, Tritte, Ellbogenstöße. All dies wird dann miteinander verbunden zu Formen, den sogenannten „Kata“ (fest vorgeschriebene Bewegungsabläufe). Und dann gibt es auch noch Partnerübungen (Kumite) in allen möglichen Formen und Varianten. Erst ganz zum Schluss kommt die Königsdisziplin, der Freikampf.

Man lernt zunächst die Technik, fügt diese in der Kata zu einer komplexen Bewegungsform zusammen und übt dann am Partner die richtige Ausführung der erlernten Angriffe und Abwehren. Zunächst wird nur auf die richtige Distanz (Abstand) geachtet. Später kommen dann auch Reaktion und Timing dazu und ganz wichtig: Die richtige Position und Kontrolle. Eine Technik ist nur dann wirklich effektiv, wenn sie unter Beachtung aller vorgenannten Punkte ausgeführt wird. Das erfordert viel, sehr viel Übung und Fleiß.

Das schöne am Karate ist, dass man fast alles auch zuhause üben kann. Mit etwas Fantasie findet jeder geeignete Übungsformen, um sein Karate zu verbessern.

Nochmals: Karate ist mir eine Empfehlung wert. Ein idealer Ausgleich für den anstrengenden Berufsalltag, eine effektive Selbstverteidigung, eine ideale Methode zur Körperertüchtigung. Man schult neben Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Schnelligkeit ganz nebenbei Gleichgewicht, Reaktionsvermögen und lernt sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und diese auch zu meistern.

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 3.02.2009
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