Heftiger Streit um die „gute“ und die „böse“ Sonne

sonne.jpgDie Sonne, das Solarium und ihre Wirkungen für Leben und Gesundheit ist derzeit wieder ein heiß diskutiertes Thema in Politik und Wissenschaft: Ein "Solariengesetz" wurde im Bundstag verabschiedet, und Photobiologen aus aller Welt stritten bei ihrem Jahreskongress in Düsseldorf über UV-Strahlung von Sonne und Sonnenbänken.

Die Wiederentdeckung der "guten Sonne"

Auffällig dabei: Nach Jahren einseitiger Konzentration auf die negativen Folgen der Besonnung scheint sich auch in der wissenschaftlichen Forschung eine "Wiederentdeckung der guten Sonne" anzubahnen. Die erstaunlichen Forschungsergebnisse über die zahllosen schützenden und heilenden Folgen des Vitamin D haben diese Trendwende bewirkt und die erschreckende Einsicht, dass weite Teile unserer Bevölkerung an einem akuten Vitamin D-Mangel leiden.

Vitamin D wird zu mehr als 90 Prozent über die UV-Strahlen der Sonne oder im Solarium in der Haut gebildet.

Im Interview der Kontrahenten in diesem Streit werden die Positionen deutlich:

Mehr Sonne – aber mit Verstand!

Prof. Michael Holick, lange Zeit von vielen Seiten angefeindet und bekämpft, inzwischen aber selbst von den Dermatologen respektiert und gern zitiert, bringt das Problem auf den Punkt:
"50 Prozent der Weltbevölkerung leidet unter einem Vitamin D-Mangel und wir glauben, dass das sehr ernste Gesundheitsfolgen hat, für Kinder und Erwachsen gleichermaßen"

Ursache dieser anschwellenden "Epidemie": "Sonnenmangel! Die Menschen haben sich immer auf die Sonne verlassen, wenn es um die Vitamin D-Versorgung ging. Erst in den letzten 40 Jahren wurde von jedem Aufenthalt an der Sonne abgeraten. Das ist einer der entscheidenden Gründe für den katastrophalen Vitamin D-Mangel"

Wenn das Problem so dringlich ist, warum spielt dann Vitamin D in der ärztlichen Praxis bisher kaum eine Rolle?

Holick dazu:
"Die Leute, auch die Ärzte, denken bei Vitamin D nur an Rachitis. Die gibt es fast nicht mehr, also denken sie auch nicht mehr an Vitamin D. Sie können einfach nicht glauben, dass Vitamin D etwa 50 Prozent der Herzattacken verhindern könnte, oder 50 Prozent von Darm- oder Brustkrebs, Infektionen einschliesslich Grippe um 90 Prozent reduzieren, Diabetes 1 um 78 Prozent und so weiter".

Auf die Frage, ob denn dann das "Sonnenlicht-Vitamin" nicht ein guter Beitrag zur finanziellen Rettung unseres Gesundheitssystems sei, meint Holick:
"Es ist schon bemerkenswert, dass eines der für den Menschen wichtigsten Hormone von der Sonne unentgeltlich geliefert wird. Aber Sie müssen das halt auch nutzen! Das bedeutet nicht, in der Sonne zu braten. Es bedeutet lediglich, tagsüber zwischen 10 Uhr morgens und 15 Uhr nachmittags im Frühling und Sommer 15 Minuten an die Sonne zu gehen mit bloßen Armen und Beinen. Das reicht aus, um den Bedarf an Vitamin D zu decken."

Wieviel Sonne braucht der Mensch?

Und im Winter, wenn die Sonne kein Vitamin D in der Haut bilden kann?

Holick: "Wir fanden heraus, dass gesunde junge und erwachsene Menschen, die einmal die Woche ins Solarium gingen, den ganzen Winter hindurch einen normalen, gesunden Vitamin D-Spiegel im Blut aufwiesen, und darüber hinaus hatten sie eine höhere Knochendichte – im Gegensatz zu einer vergleichbaren Gruppe junger und erwachsener Leuten, die nicht ins Solarium gingen."

Bleibt die Frage: Wieviel Sonne braucht der Mensch?
"Wie bei allen Dingen im Leben, die Botschaft ist: Mäßigung! Meine Botschaft ist: Niemals einen Sonnenbrand! Nicht in der Sonne braten!"
Aber:
"Sonnen-Enthaltsamkeit geht nicht! Also sollten wir überall vernünftiges Sonnen propagieren."

Nach der anderen, der dunklen Seite der Sonnenmedaille – Hautkrebs und vor allem das gefährliche Melanom – befragt, antwortet Prof. Holick mit Entschiedenheit:
"Es gibt keinen glaubwürdigen Beleg dafür, dass vernünftiges Sonnen in irgendeiner Weise den "schwarzen" Hautkrebs, das Melanom, verursacht über das ohnehin übliche Maß in der Bevölkerung hinaus." Im Gegenteil: "Regelmäßiger Aufenthalt an der Sonne, wie in manchen Berufen, verringert das Risiko an einem Melanom zu erkranken, nicht umgekehrt!"

Die Menschen vor allem in unseren Breiten empfinden die Sonne als Freund, vor dem man sich nicht fürchten muss. Und der Wissenschaftler Holick?

"Wir wissen, moderates Sonnen mindert das Risiko tödlicher Krebserkrankungen, Infektionskrankheiten, Autoimmunerkrankungen, Hochdruck, Herzkrankheiten, Schlaganfall und sogar Demenz und Schizophrenie. Die Botschaft ist klar: Das Sonnenlicht ist unser Freund – aber nur, wenn wir es mit Vernunft nutzen."

Skeptiker warnen vor der "bösen" Sonne

Dr. Greinert, Hamburger Biophysiker und Mitglied in vielen Strahlenschutz-Gremien argumentiert dagegen mit den immer angebrachten wissenschaftlichen Zweifeln an wissenschaftlichen Ergebnissen:
"Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn sich herausstellt, dass Vitamin D eine solche krebsverhindernde Wirkung hat. Die Tatsache, dass wir in vielen Organen an vielen Zellenoberflächen den Vitamin D-Rezeptor finden, ist in der Tat ein Hinweis darauf, dass Vitamin D3 eine viel größere Rolle spielen kann als nur für den Knochenaufbau. Aber da muss noch viel Wasser den Rhein herunterfließen, bevor wir damit belastbar nach außen gehen."

Und wehrt sich gegen den Vorwurf der Einseitigkeit:
"Wir haben nicht gesagt, die Leute sollen noch weniger in die Sonne gehen, sondern wir sagen, geh nur so oft in die Sonne, dass Du alles, was Du für Deinen Körper brauchst, erzielen kannst."

Wer sonnt lebt länger?

Prof. Johan Moan, UV-Forscher von der Universität Oslo und Physiker von Ausbildung, nimmt in mancher Hinsicht eine noch deutlichere Position ein als sein Kollege Prof. Holick. Seine Studien belegen, dass – kurz gesagt – die Sonne das Leben verlängert und dass Solarien eine gute Quelle für Vitamin D darstellen:
"Wir habe herausgefunden, dass ein Vitamin D-Mangel zusammenhängt mit dem Krebsrisiko bei 13 der verbreitetsten Krebsarten. Also in der Tat, Vitamin D-Mangel ist ein wesentlicher Risikofaktor für Krebs."

Und zur Frage, ob Sonnenbänke ein Teil des Problems oder eher ein Teil der Lösung seien:
"Ordentlich genutzte Sonnenbänke sind vor allem im Winter eine absolut gute Sache. Das Beste für den Körper wäre eine gleichmäßige Versorgung mit Vitamin D durch das gesamte Jahr. Richtig genutzte Sonnbänke wären gut geeignet, genau das zu erreichen". In anderen Worten: Im Winter helfen Sonnenbänke nachweislich dabei, einen angemessenen Vitamin D-Spiegel zu erhalten.

Auch Prof. Moans Rat an das Publikum lautet: Mehr Sonne, egal aus welcher Quelle, in einer vernünftigen Dosierung!

Quelle: openPR

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 11.10.2009
bisher keine Kommentare

Comments links could be nofollow free.

Budoten Budoshop und Kampfsportversand

Letzte Kommentare

  • Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten: Nun, die absolute "Gewaltlosigkeit" des Buddhismus wird in der westlichen Vorstellungswelt gern...
  • Voker Reimann: Hallo Mittrainierende und Suchende, ich muß mich natürlich als Europäer wehemend gegen...
  • TCM Schlaflosigkeit: Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Allerdings gerät auch die klassische Schulmedizin...
  • My Homepage: ... [Trackback] [...] There you will find 80233 more Infos: budoten.blog/sandsacktraining-verletzungen-und-richtiges-training/ [...]
  • My Homepage: ... [Trackback] [...] Read More here: budoten.blog/bittere-aprikosenkerne-die-stars-der-naturapotheke/ [...]

LINKS

Produkt-Vorstellungen

Produktsuche bei Budoten

Trainingsbedarf bei Budoten

 
PHOENIX DUMMY WING CHUN
hergestellt aus Kunststoff, 1,35 m hoch, Stamm-Durchmesser: 20 cm (Umfang 63 cm) Wing Chun Dummy aus Kunststoff, bestehend aus einem befüllbaren Gewichtsfuß und Kunststoff-Vollstamm. Mit 6 Armen und 2 Beinen.

Der ideale Dummy für das Einsteigertraining. Gefertigt aus Kunststoff, sehr robust und belastbar. 2 Personen können gleichzeitig trainieren.

Der Dummy ist seh...
 
DAX Klimmzugtrainer 165 cm
Klimmzug-Trainer. Länge ca. 165,0 cm, Lieferbar in den Farben Weiß oder Blau. Hergestellt aus festem Judostoff. Inklusive der Befestigungsringe.

Maße ca. 165,0 cm x 25,0 cm
 
Top Ten Handpratzenpaar TopTen Neon
Handprotzenpaar TopTen Neon gefertigt aus gefärbten Echtleder. Maße ca. 25,0 x 19,0 x 5,0 cm Ultraleichte (ca. 200 g) vorgekrümmte Handpratze aus echtem eingefärbten Leder, mit einem speziellen MX-Schaumstoffkern für eine hohe Schlagabsorption.
 
SPORTSMASTER SMAI SMAI Leder Boxsack 130 cm gefüllt, schwarz-weiß
gefüllter Echtlederboxsack, ca. 130 cm lang und ca. 35 cm breit SMAI Boxsack Echtleder gefüllt in der Farbe schwarz-weiß mit ca. 50 kg.

Hochwertiger Boxsack aus echtem Büffelleder für den professionellen Bereich.

Neben der funktionellen Füllung in genau der richtigen Konsistenz für Ihr Training bietet der Boxsack auch optisch mit dem schwarz-weiße...
 
Trendy Hand Trainer Grip
zur Kräftigung der Hand und Fingermuskulatur, lieferbar in den Varianten extraleicht (gelb), leicht (grün), mittel (rot), stark (blau) und extrastark (schwarz) Der Grip Trainer sorgt für spielerischen Aufbau der Muskulatur der Finger und der Unterarme. Fünf verschiedene Schwierigkeitsgrage für Rehabilitaion bis hin zum fortgeschrittenen Anwender.

Der Ring ist aus Metall hergestellt und sehr stabil.
 
DAX Handpratze Super Shield, Leder
Super Shield Leder Handpratze Schwarz-Rot-Weiß. Leicht vorgekrümmtes Handpratzenpaar aus echtem Leder.

Maße ca.: 35,0 x 20,0 x 6,0 cm

Der Verkauf erfolgt paarweise.
 
Ju-Sports Design Kettlebell
lieferbar in 3 kg, 5 kg oder 7 kg Das optimale Trainingsgerät für alle, die richtiges Krafttraining machen wollen. Im Gegensatz zu vielen Trainingsgeräten in Fitnessstudios sind Kugelhanteln freie Gewichte und sprechen nicht isolierte Muskeln, sondern Muskelgruppen im ganzen Körper an - jede Übung ist zugleich auch eine Koordination...
 
KWON Schlagstock Sparring
schaumstoffummantelt, ca. 65 cm lang Elastischer Schlagstock mit fester Schaumstoffhülle sowie zusätzlicher flexibler PVC-Ummantelung. ACHTUNG, dieser Artikel ist nicht für hartes Vollkontakttraining (harte Schläge) geeignet.
 
KWON Gefüllter Sandsack in blau
in verschiedenen Größen: Maße ca. 100 cm (ca. 28 kg), 120 cm (ca. 31.5 kg), 150 cm (ca. 42 kg), 180 cm (ca. 50 kg) lang, Durchmesser ca. 35 cm Aus strapazierbarem Planenaußenmaterial mit geschredderter Textilfüllung. Sehr gutes Preis- Leistungsverhältnis. Made in E.U. Im Lieferumfang ist nur der gefüllte Boxsack und die Kette zum Aufhängen enthalten.