Alles dicht machen – Top oder Flop?

In der vergangenen Woche haben bekannte Schauspieler kurze Videos produziert um auf die Sinnhaftigkeit der Corona-Maßnahmen in Deutschland aufmerksam zu machen. Die Videos wurden bewusst nicht kommentiert und wie nicht anders zu erwarten, brach ein passabler Shit-Storm los.

Der WDR-Rundfunk-Rat und SPD Politiker Garrelt Duin verstieg sich sogar zu der Forderung, dass bestimmte Schauspieler sofort rausgeworfen werden sollten. Ist dies das akzeptierte Verständnis von Kunst- und Meinungsfreiheit? – Unglaublich!

Mehr Informationen auch auf der offiziellen Webseite der Aktion:
https://allesdichtmachen.de/

Auch hierzulande ist die Cancel-Culture stark verbreitet. Offenbar gilt es die Meinungsfreiheit nur immer dann zu verteidigen, wenn es um die eigene Meinung geht, nicht aber um die des politischen Gegners oder von Personen / Gruppen, die auch nur ein bisschen neben der Linie liegen.

Ich glaube nicht, dass sich die Schauspieler vor einen bestimmten Karren haben spannen lassen. Dafür sind die einerseits zu intelligent und die Themen der Beiträge sind zugleich etwas zu breit gestreut.

Dass es bei den Anliegen der Schauspieler durchaus Schnittmengen mit Querdenkern, der AfD und anderen nicht zu den akzeptierten Kreisen gehörenden Gruppierungen gibt, mag sein. Doch dieser Umstand allein disqualifiziert weder den Beitrag noch dessen berechtigtes Anliegen.

Seit über einem Jahr laufen wir im „Pandemie-Modus“ (= Panik).Seit über einem Jahr ist den verantwortlichen Entscheidungsträgern außer Beschränkungen nichts Sinnvolles eingefallen.

Das liegt vor allem an der Fragestellung der Verantwortlichen. Die fragen nämlich: Was können / müssen wir einschränken, um die Infektionen zu senken?

Die richtige Fragestellung – ausgehend von der Verteidigung der Grundrechte wäre aber: Unter welchen Voraussetzungen ist was möglich?Daraus folgen Perspektiven, die aber mit einer Verbots-Kultur genommen werden. Menschen brauchen aber Träume und Ziele um sich verwirklichen zu können. Das vermisse ich leider bei den Entscheidungsträgern. Nehmen wir das konkrete Beispiel Theater … Warum müssen wir die Theater schließen? Untersuchungen haben gezeigt, dass Theater-Aufführungen möglich sein können, wenngleich erheblich weniger Publikum die Vorstellungen besuchen kann.

Es bedarf keiner Verbote und Einschränkungen für alle wegen des Fehlverhaltens einiger weniger.

Von Anfang an waren die Maßnahmen nur deshalb akzeptiert, weil die Menschen eine Angst vor der unfassbar großen Bedrohung durch das Corona-Virus beschlichen hatte. Schockbilder aus Italien und Spanien trugen dazu bei, die Furcht ins Unermessliche zu schüren.

Ist Angst ein guter Ratgeber? Ich glaube: Nein!

Auch und gerade in Krisen-Situationen bedarf es eines kühlen Kopfes.

Es sind konsequente, stringente und für jeden nachvollziehbare Maßnahmen gefragt.

Hat es die gegeben? – Nein, zu keinem Zeitpunkt!

Ich war letztes Frühjahr in Japan als der Flugverkehr nach Europa urplötzlich eingestellt wurde. Der Rückflug fand unter höchten Hygiene-Standards statt. Abstände im Flugzeug, Masken … In Frankfurt angekommen ist das Verlassen des Flugzeugs nur nach Aufruf gestattet, damit die Abstände weiter eingehalten werden können. Eine Rolltreppe weiter sammeln sich die Fluggäste auf einem Zwischendeck und stehen dort dicht an dicht, weil die nächste Rolltreppe außer Betrieb ist. Zwei Bundespolizisten schlendern dicht nebeneinander – natürlich ohne Masken (da diese ja lt. Info des RKI sowieso nicht helfen) – durch die immer größer werdende Menge. Auch im Zug gab es keine Maskenpflicht geschweige denn Abstände … Ein unglaublicher Kontrast zu Japan, wo bei Infektionen von rund 5.000 (in Deutschland waren es damals „nur“ 60.000) ganz andere Vorkehrungen herrschten. Während die Politik strenge Kontaktverbote und sonstige Einschränkungen beschließt, werden diese aber niemals wirksam kontrolliert / überwacht.

Letzten November werden, weil die Infektionszahlen (für die kalte Jahreszeit erwartungsgemäß) steigen vor allem all jene Bereich in den Lockdown geschickt, in denen eine Kontaktnachverfolgung überwiegend möglich war. Als Begründung wird angeführt, dass die Kontaktnachverfolgung nicht mehr gewährleistet sei. Ist das logisch? – Ich glaube: Nein.

Wir schränken die Grundrechte auf Freizügigkeit, Berufsausübung, Bildung, Religionsausübung, freie Entfaltung der Persönlichkeit usw. ein, weil wir die Infektionen nicht nachvollziehen können. Das jüngste Grundrecht auf Datenschutz – dessen vorübergehende Einschränkung sich in Südkorea als sehr wirksam im Kampf gegen die Infektionen erwiesen hat – rühren wir aber nicht an. Dabei würde es die vorübergehende Einschränkung dieses neuesten Grundrechts erlauben, nicht nur Infektions-Cluster problemlos zu erkennen sondern zugleich auch alle Kontaktpersonen von Infizierten sofort zu kontaktieren und in Quarantäne zu schicken. Macht es Sinn, dieses Grundrecht über alle weiteren Grundrechte zu stellen? – Ich glaube: Nein. Schlimmer noch: Die Einschränkung dieses einen Grundrechts würde sich als äußerst wirksame Waffe im Kampf gegen die Pandemie erweisen, doch warum scheuen die Verantwortlichen davor zurück, wirksame Mittel der Pandemie-Bekämpfung zu nutzen?

Warum waren von Anfang an die Zahlen der John-Hopkins-Universität aktueller als die Zahlen der RKI? Warum hat es Deutschland, insbesondere das RKI, bis heute nicht geschafft, tagaktuelle Zahlen bereit zu stellen? Das Einrichten einer entsprechenden Webseite über die alle Gesundheitsämter ihre Daten melden, wäre ein Programmier-Aufwand von wenigen Stunden.

Warum sind die Gesundheitsämter und Testzentren über Feiertage und Wochenenden geschlossen, wenn doch die Pandemie-Bekämpfung angeblich höchste Priorität genießt? Bei Feuerwehr und Rettungsdiensten erwarten wir auch, dass diese rund um die Uhr – auch an Feiertagen und Wochenenden – zum Einsatz kommen, wenn sie gebraucht werden.

Ich erinnere mich an unsere Amtsärztin, die beklagte, dass sie nicht wisse, welche Vorerkrankungen die positiv getesteten Personen hätten, wie alt sie seien, wo sie wohnten … Dabei sind dies wichtige Informationen, die sie in ihrem Verantwortungsbereich erheben könnte. Warum tut sie das nicht?

Welchen Sinn macht es immunisierte Menschen den gleichen Einschränkungen zu unterwerfen, wie diejenigen, die einer Ansteckungsgefahr ausgesetzt sind?

Warum richten die Verantwortlichen ihre Maßnahmen noch immer an den untauglichen Inzidenzen aus, die im Besonderen von der Zahl der durchgeführten Tests abhängig sind, aber nicht wirklich Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen in der Breite zulassen? Warum werden beispielsweise 62 in einer Kita positiv getestete Kinder (ein konkreter und eingrenzbarer Infektionsherd) auf die Inzidenz des Landkreises hochgerechnet, so dass der Ort plötzlich eine Inzidenz von über 5.000 hat?

Mit einem Breitschwert lassen sich keine feinchirurgischen Eingriffe durchführen.

Aus untauglichen Zahlen lassen sich keine richtigen Schlüsse ableiten.

Die meisten Schauspieler, die aufgrund geschlossener Bühnen keine Auftritte mehr hatten, die Gastronomen und Hoteliers, die vielen Freizeitanbieter, der Einzelhandel … all das sind Existenzen, die wegen zögerlichem Handeln der Verantwortlichen, wegen untauglicher Maßnahmen und vor allem nicht vorhandener erreichbarer Ziele auf dem Spiel stehen.

Die Regierung verteilt allmonatlich zig Milliarden Euro an Corona-Hilfen. Wäre ein Bruchteil dieses Geldes für sinnvolle, zukunftsorientierte Maßnahmen aufgewendet worden, für den Ankauf von Impfstoffen oder die Entwicklung von wirksamen Medikamenten könnten wir heute schon viel weiter sein. Die USA macht es uns vor.

Während hierzulande lange Zeit alle nur mit dem Finger auf die USA zeigten, auf Trump und sein Corona-Mangement, kann der neue Präsident Biden unter Nutzung der von Trump eingeleiteten Maßnahmen auf unglaubliche Fortschritte verweisen.

In Deutschland werden aber zugleich renommierte Wissenschaftler von selbst ernannten Experten „fertiggemacht“. Journalisten, die berichten sollten, sehen ihre Aufgabe vor allem darin entgegenstehende Meinungen niederzumachen. Dabei scheuen sie nicht einmal davor zurück, die Wissenschaftler persönlich anzugreifen.

Ähnliches zeigt sich in Reaktion auf die Aktion der Schauspieler. Da versteigt sich ein WDR-Rundfunk-Rat sogar zu der Forderung, dass bestimmte Schauspieler nie wieder ein Engagement erhalten sollten. Nennt man dies Meinungsfreiheit? – Das ist in meinen Augen ein sehr merkwürdiges Verständnis von Meinungsfreiheit.

Während Querdenker-Demos (zu Recht) verboten werden, weil gegen die Maskenpflicht und andere Auflagen verstoßen wird, fanden auch in Deutschland zeitgleich Black-Lifes-Matter-Demos statt. Dabei ist Polizeigewalt gegen Farbige in Deutschland nun wirklich kein drängendes alltägliches Problem. Wird hier mit zweierlei Maß gemessen? Der Eindruck drängt sich geradezu auf.

Es gibt viele, viel zu viele Widersprüche im Handeln der Verantwortlichen während zugleich diejenigen, die die Hauptlast der Pandemie tragen, zu wenig bis gar keine Unterstützung bekommen und befürchten müssen alles zu verlieren, was sie sich in ihrem bisherigen Leben aufgebaut haben.

Leider, ist in einem Jahr Corona viel zu viel schief gelaufen. Unfähigkeit auf der einen Seite und Unwillen das Richtige zu tun auf der anderen. So kann man keine Krise bewältigen. Dass die Bevölkerung immer weniger bereit ist, die Maßnahmen mitzutragen ist unter diesen Umständen mehr als verständlich. Doch genau dies ist das Problem: Ohne das Mittun der Bevölkerung geht es nicht!

Dass die Schauspieler beispielhaft für viele, deren Stimmen ungehört bleiben, ihre Stimme erheben und auf ausgewählte Missstände hinweisen, ist lobens- und unterstützenswert.

Anstatt die Schauspieler als Querdenker, Rechte, Nazis, Spinner, Fremdgesteuerte und sonst was zu verunglimpfen wäre es wünschenswert, wenn man sich inhaltlich mit deren Anliegen auseinandersetzen und Konsequenzen ziehen würde. Bisher kann man Heinrich Heine’s Gedicht aus dem Jahr 1844 „Denk ich an Deutschland in der Nacht“ nur als bedrückende Beschreibung der Gegenwart betrachten. Traurig, wie treffend Heine vor knapp 200 Jahren unser Land heute beschrieb, wie wenig sich seither geändert hat …

geschrieben von: Neues Unterhaltsames Interessantes von Budoten am: 29.04.2021
bisher keine Kommentare

Comments links could be nofollow free.

Tags:

Kategorien: Allgemein
Budoten Budoshop und Kampfsportversand

Letzte Kommentare

LINKS

Produkt-Vorstellungen

Produktsuche bei Budoten

Safeties und Schützer

 
Top Ten Kopfschutz AVANTGARDE P.P.S
Größen S, M, L. In den Farben rot, blau, schwarz, weiß erhältlich. Kopf hoch, mit dem Kopfschutz Avantgarde von TOP TEN. Aus innovativen Bayflex® Material gearbeitet, bietet er besten Schutz durch seine grandiosen Eigenschaften der Schlagabsorbierung. Die auftretenden Kräfte werden sofort von den Luftmolekülen im Inneren aufgenommen und gleichmäßig verteilt. Da die...
 
Budoten Unterarmschützer in Weiß
erhältlich in den Größen S, M, L und XL, Lieferung paarweise Unterarmschoner, Baumwolle mit Polster
 
DanRho Faustschützer Knuckle
Faustschützer mit hervorragenden Trageeigenschaften in den Größen S - XL Knöchelabpolsterungen aus speziellem Schaummaterial. Hochwertige Verarbeitung aus Leder-Kunstleder Kombination. Handgelenkfixierung durch Elastikband.
 
KWON I CROSS Fußschutz mit Sensor
Fußschutz mit Näherungssensor in ergonomischem Design. Lieferbar in den Größen XS - XXL. Vorder- und Rückseite mit codiertem Drucksensor. Kontinuierliche Kollisionserkennung und Reaktion.
 
Kaiten-Kamikaze Karateanzug Kaiten REVOLUTION Sovereign
normal geschnittener Karateanzug lieferbar in den Größen 140 - 210. Ab Größe 160 auch in Zwischengrößen erhältlich. Aktualisierung des bewährten Schnittes von Sensei Shirai für eine ausgezeichnete Bewegungsfreiheit. Das mikrofeine Fasergewebe garantiert eine schnelle Schweißabgabe. Für die Ansprüche der Instructoren in Japan entwickelt, setzt dieser Anzug neue Maßstäbe- sogar bei Kaiten. Superleicht, superbequem ...
 
Top Ten Schienbein- Spannschutz TopTen Jungle, Schwarz-Grün
Schwarz-Grüner Schienbein- Spannschutz TopTen Jungle aus PU Kustleder. Lieferbar in den Größen S - XL. Hochwertiger Schienbein-und Spannschutz mit Frontpolster aus vorgeformtem, gut schlagabsorbierendem IMF-Schaum gefasst in hi-tech DS186 100% PU Kunstleder.

Innen gefüttert mit schweißtransportierendem Fleece Material. Befestigung mit zwei Klettverschlüssen, die zusätzlich noch durch eine Öse ...
 
Adidas TKD Tiefschutz - WTF
lieferbar in den Größen S - XL Obermaterial Kunstleder, abwaschbar.

Breites Elastik band sorgt für guten Sitz.

Für offizielle Wettkämpfe der WTF (World Taekwondo Federation) zugelassen.
 
Top Ten Kopfschutz Leder inkl. AIBA-Label
lieferbar in den Größen S, M und L sowie in den Farben rot und blau Ein aus einem Teil gefertigtes Innenleben wird mit Leder umnäht. Das Innenleben besteht aus dem hocheleastischen und stark schlagabsorbierenden PU Weichschaum. Ein verstärkter Schutz ist im Ohrenbereich vorhanden. Die Innenseite besteht aus rutschfestem Velourleder. Der Kopfschutz wurde an der TU Be...
 
Top Ten Open Hands TopTen ITF Glossy
Open Hands TopTen ITF Glossy aus Nubuk-Glanzkunstleder. Lieferbar in den Größen S-M, M-L oder L-XL, sowie in den Farben rot oder blau Dieser offizielle ITF Wettkampfhandschuh ist hergestellt aus strapazierfähigem Nubuk-Glanzkunstleder. Ein sehr leichter Handschuh mit einem anatomisch-vorgeformten Innenteil. Klettverschluss am Handgelenk mit erhabenem Logo.

ITF Logo auf Daumen!